Ich stelle gerade fest, dass ich jetzt schon über ein halbes Jahr lang ohne Firefox unterwegs bin. Bereut habe ich den Umstieg auf Vivaldi bisher nicht, gefreut darüber habe ich mich hingegen schon öfter und begeistert bin ich an Tagen wie heute: Advanced tab muting.

You can now choose if you want to allow sounds in all tabs; only let the active tab play sound or let background tabs play sound as long as the active tab doesn’t.

Ein Traum! Außerdem kann man jetzt auch Links via Kontextmenü im selben Tab öffnen. Bisher war man da ja der Willkür der Seitenbetreiber hilflos ausgeliefert.

Großbritannien hat heute offiziell den Brexit beantragt. Und vor ein paar Tagen hat die EU schon mal die Austrittsrechnung fertig gemacht.

Wer die Union verlässt, muss dafür zahlen. Das betrifft Pensionsverpflichtungen, offene Rechnungen, zugesagte Beiträge für Förderprogramme, die Haftung für gemeinsame Schulden. Beamte in der Kommission und im Europäischen Rat haben in den vergangenen Monaten viel gerechnet. Sie sind auf eine Summe von rund sechzig Milliarden Euro gekommen.

Was den britischen Nettozahlungen für 5-10 Jahre Mitgliedschaft entspricht – ohne die Vorteile.

Wenn sich Merkel darüber Gedanken macht, ob die in einem Auto produzierten Daten dem Autohersteller oder dem Softwarehersteller gehören, spielt der Nutzer als Option schon längst keine Rolle mehr. Und nachdem wir das im Sinne der Unternehmen bestimmt bald gesetzlich großzügig geregelt haben werden, stellt sich nur noch Frage, was sie dann damit machen dürfen. Die US-Republikaner haben sich da mal ein paar wegweisende Gedanken gemacht

Sollte das Repräsentantenhaus auch zustimmen, dürfen die Unternehmen Nutzerdaten wie Browserverlauf und App-Nutzung ohne Einwilligung der Kunden weiterverkaufen. 

Oh je, ich bin ein Tierquäler! Zu meiner Verteidigung kann ich nur vorbringen, dass ich bisher keine Ahnung davon hatte, wie sehr meine Katzen leiden, wenn ich sie nicht gender-neutral rufe. Nun muss ich meine liebevoll gepflegten Vorurteile gegen den Genderquatsch wohl doch noch über Bord werfen – beim Tierwohl hört der Spaß schließlich auf!

Allerdings bleiben ein paar Fragen: Reicht es, meine Katzen abwechselnd männlich und weiblich zu rufen, oder muss/kann ich irgendwie herausfinden, als was sie sich gerade fühlen? Die beliebtesten Spielzeuge hier sind Laserpointer, Federangel und Paketband: kann ich die weiterhin nutzen, ohne die Ärmsten auf eine bestimmte Rolle festzulegen?

Und wie bringe ich jetzt bloß meinen Eltern bei, dass ihr Hund unter Umständen doch ein Rüde ist oder zumindest das absolute Recht hat, einer zu sein? Muss ich den Tierschutz alarmieren, wenn sie da – was leider zu erwarten ist – nicht einsichtig sind? Ich bin überfordert.

Die Frequenz handelsüblicher Rauchmelder weckt Kinder nicht. Unter der Überschrift „Kinder zu warnen ist eh zweischneidig“ berichtet ein Feuerwehrmann im Forum, dass Kinder eher dazu neigen, sich zu verstecken anstatt zu flüchten. Deswegen gibt es den mir bisher unbekannten „Kinderfinder“:

Und noch ein Hinweis an heise-Eltern: klebt an die Tür Eurer Kinderzimmer einen Aufkileber, der auf Kinder hinweist. Der Aufkleber („Kinderfinder“) muss ganz unten, so tief wie möglich (sonst sehen wir den nicht im Rauch!) an der Tür angebracht werden. Wir erkunden Wohnungen bei Feuer(alarm) und leuchten gezielt auch die Türen ab – sobald ein Kinderhinweis zu sehen ist, werden in diesem Zimmer sämtliche „Verstecke“ gezielt und gründlichst durchsucht. 

Was unsere Rüstungsausgaben angeht, müssen wir uns von den Amis wirklich nicht anmachen lassen! Während wir 110.357 US-Dollar pro Quadratkilometer ausgeben, kommen die mit 60.609 US-Dollar mit Mühe und Not auf die Hälfte. Und es ging doch um die Landesverteidigung, oder? wink

Aber im Ernst: als ich gerade hörte, dass unser Wehretat mit 2% des BIP den von Russland übersteigen würde, hat mich das mit dem Verhältnis zur Größe der Länder und den zu verteidigenden Grenzen interessiert. Die Zahlen gibt es hier (.ods, 14kB). Russland gibt übrigens nur 3.883 US-Dollar pro Quadratkilometer aus.

Bayern will „Gefährder“ gerne unbefristet in Präventivhaft nehmen. Wir erinnern uns: das sind Menschen, die nichts verbrochen haben und die auch keines Verbrechens beschuldigt sind, geschweige denn verurteilt. Es reicht, dass bei einer Person 

Waffen, Werkzeuge oder sonstige Gegenstände aufgefunden werden, die ersichtlich zur Tatbegehung bestimmt sind oder erfahrungsgemäß bei derartigen Taten verwendet werden. 

Macht mich der Besitz eines Führerscheins dann eigentlich auch zum Gefährder? Und wo war da jetzt gleich der Unterschied zu Guantanamo? 

Oh, da hat der Max aber wieder was Feines ausgegraben: einen Webclient für MediathekView. Damit kann man einfach die öffentlich-rechtlichen Mediatheken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Downloadlinks durchsuchen. Eigentlich auch online gucken, klappt bei mir aber leider nicht.

Und da gefühlt jeden Tag irgendwo mindestens eine Hitler-Doku läuft, habe ich testweise mal danach gesucht und tatsächlich noch etwas Spannendes beim ORF gefunden: Hitlers Angst und Görings Lederhose. Flüsterwitze im Nationalsozialismus.

Wissen Sie, was der Hitlergruß wirklich bedeutet? Aufgehobene Rechte!

(Nur noch drei Tage online, da haben es die Österreicher auch nicht besser als wir.)

Update zum Attentat auf Kim Jong Uns Halbbruder. Es soll ein Kontaktgift gewesen sein. 

Eine der Frauen, von denen Überwachungskameraaufnahmen existieren, soll Kim Jong Nam die Flüssigkeit ins Gesicht gespritzt haben. Die indonesische Staatsangehörige gab dies gegenüber der Polizei angeblich zu, rechtfertigte sich aber damit, sie habe geglaubt, an einem TV-Streich mit versteckter Kamera teilzunehmen. 

An solchen Streichen soll die Frau auch früher schon teilgenommen haben. Attentäterin über Künstleragentur ist doch auch mal was Neues.